Gesundheit als Wachstumsmotor der Wirtschaft – der sechste Kondratieff

Erik Haendeler GABAL München 8.6.11

Erik Haendeler 8.6.11

Nachdem uns der Computer nicht mehr so wie bisher produktiver macht, sind es vor allem neue Dienstleistungen, Innovationen und Produkte auf dem Gesundheitsmarkt und in der sozialen Intelligenz des Menschen, die die Wirtschaft zukünftig antreiben werden. Dies war die These des Zukunftsforschers Erik Händeler, die am lauen Abend des 8. Juni 2011 30 Menschen von Stuttgart bis Rosenheim nach München zur Veranstaltung der GABAL Regionalgruppen München und Rosenheim gezogen hatte.

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts, postulierte der Referent mehrmals und bezog seine These eindeutig mit auf die Erweiterung zur sozialen emotionalen Intelligenz und zur Fähigkeit der Menschen, in Unternehmen kreativer und besser zusammen zu arbeiten. Die längere Nutzung des investierten Bildungskapitals sei dabei von eminenter Bedeutung. Wir kommen in die Wissensgesellschaft, und dort ist dies ein Hauptfaktor für steigende Produktivität.
Händeler sieht 3 Wege für den Gesundheitsmarkt: Innovation, Prävention und die Förderung von mehr Eigenverantwortung. Letzeres würde durch die Rechnung vom Arzt an den Patienten gefördert, was absolut erforderlich sei. Aber die Gesundheitsbürokratie ist nun mal sehr träge.
Das große Interesse der Teilnehmer zeigte sich an einer langen Fragestunde, die über eine Stunde dauerte und von der Veranstalterin Christiane Wittig leider irgendwann einmal abgebrochen werden musste.

Top Leistung mit Top Gesundheit

Die aus den Medien bekannte hochkarätige Expertin Susanne Wendel stellte dieses Thema am 31.5.2011 im Erfolgsforum Rosenheim vor. „Essen ist neben Vitaminen und Kalorien auch Seelenfutter“, war ihr Motto und dafür propagierte sie: „Auf dem Teller muss es bunt sein.“ Daneben empfahl sie natürlich wie zu erwarten war Bewegung inklusive Lachen bis zur Massage.

Sehr interessant waren die Hinweise auf die Schwankungen im Blutzucker. Hier sind Nahrungsmittel mit niedrigem gkylkämischen Index (Glyx )z.B. Linsen, Vollkornbrot günstiger. Je steiler der Blutzuckeranstieg ist, desto heftiger fällt die Insulin-Reaktion aus und desto schneller fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab, so dass man schneller wieder Hunger bekommt. Eine fataler Zyklus.

Viele Punkte waren den Teilnehmern natürlich bekannt, aber der temperamentvolle Vortrag von Susanne Wendel war doch für alle beeindruckend und inspirierend. Bekannte Weisheiten wurden wieder in Erinnerung gerufen und als Vorsätze abgespeichert.

100 g wohlschmeckende Pellkartoffeln haben z.B. weniger als 100 Kalorieren. In Form von Pommes sind es eher 400 und als Kartoffelchips auf der Couch vor dem Fernseher fast 600 Kalorien. Gut zu wissen!

Referentin Gesundheit

Susanne Wendel

Gespannt erwarteten die  Teilnehmer auch auf die angekündigten Hinweise, dass Essen sexy macht, aber hier blieben noch einige Geheimnisse offen … für eine  Fortsetzungsveranstaltung.