Ist Ihre Strategie falsch? – Verzettelung vs. Konzentration und Spezialisierung

von Dr. Rudolf Müller

Konzentration auf die eigenen Stärken oder Konzentration auf eine klare Zielgruppe und deren Bedürfnisse? Sie können das erfolgreich und systematisch miteinander verbinden.

In der Oktoberveranstaltung hatte das Erfolgsforum einen Experten für die engpasskonzentrierte Strategie von Wolfgang Mewes nach Rosenheim eingeladen. Zu einem Termin mit überraschend vielen Interessenten für das Thema, die leider überproportional verhindert waren. Das Interesse an Strategie ist eben groß. Aber es steht auch in Konkurrenz mit Fußball etc.

Der Referent Rüdiger Westphal aus Landshut, selbst auf die Bauschutzbranche spezialisiert, zeigte zunächst auf, dass gerade in der heutigen Reizüberflutung, mit der Vielfalt und den ständigen Veränderungen, es wichtig ist, sich sowohl selbst zu fokussieren und dies auch den potenziellen Kunden auszustrahlen. Fokussieren bedeutet dabei ein Brennglas – das Feuer entzünden kann. Man könne sich auf Produkte, auf Problemlösungen und auf Zielgruppen spezialisieren. Am besten wohl alles gleichzeitig in einer klar sichtbaren Strategie.

Die engpasskonzentrierte Strategie beruht dabei auf 4 Grundprinzipien. Eine davon ist das Herausfinden des Engpasses, so wie David den Goliath besiegte, seine Kraft in der Schleuder mit dem kleinen Stein konzentrierte und dessen Engpass (die Stirn) traf. Das war der „wirkungsvollste“ Punkt.

Die 7 Phasen der Strategie bilden den Prozess, die eigenen Stärken mit den „Engpässen“ des Kunden (der erfolgsversprechendsten Teil-Zielgruppe) zu verknüpfen. Alles unter dem Grundprinzip den Nutzen (des Kunden) zu maximieren statt auf den eigenen Gewinn zu schauen. Ein wichtiger Grundwert, der heute allzu oft fehlt. Weltfirmen wie Kärcher-Hochddruckreiniger arbeiten nach dieser Strategie. Der Referent zeigte anhand von originalen Strategietableaus mit den einzelnen Phasen Beispiele aus Hotels, Medien, Handel, Industrie und Gesundheit. Die Botschaft von Rüdiger Westphal: Kunden und der Öffentlichkeit gegenüber hat immer der Spezialist mit Kompetenzvermutung die größte Anziehungskraft. Das Marketing wird im Laufe der Zeit immer leichter. Die Wunschzielgruppe kommt dann von selbst. Es entsteht Sog, statt Verkauf mit Druck.

Wir überlegen derzeit im Erfolgsforum, ob wir nicht im Januar einen ganzen Tag einen Workshop anbieten, in dem die Teilnehmer ihre eigene Strategie ausarbeiten. Am Abend nimmt jeder ein persönliches Strategietableau mit Klarheit mit über seine Stärken bzw. die seines Geschäfts, die erfolgsversprechendsten Teilzielgruppen und ihre Probleme mit. Sowie die bei ihm oder intern notwendigen „Innovationen“, die teils selbst oder in Kooperation realisiert werden müssen, um Stärken und Kundenprobleme miteinander zu verknüpfen.

Kommentare zu diesem Blog werden uns zu diesem Angebot ermuntern.

Weiterer Informationslink http://www.sunternehmensentwicklung.de/engpasskonzentrierte-strategie/uncategorised/engpasskonzentrierte-strategie.html

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